Zum Inhalt springenInformationen für Dozierende

Informationen für Lehrende

Informationen für Dozierende

Etwa 11 Prozent der Studierenden in Deutschland haben eine Behinderung oder chronische Erkrankung. Dem Großteil der Studierenden sieht man dies auf den ersten Blick nicht an. Es sind überwiegend chronisch-somatische Beschwerden wie Stoffwechselstörungen und psychische Erkrankungen, die Studierende einschränken. Dabei zeigt sich, dass Studentinnen in der Regel häufiger von psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind, während Studenten eher von sogenannten Teilleistungsstörungen betroffen sind, wie beispielsweise Legasthenie oder Dsykalkulie (hervorgehend aus der Sondererhebung zur Situation von Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung 2012).

Die Schwierigkeiten, die sich daraus für die Studierenden ergeben, sind beispielsweise die zeitlichen Vorgaben der Studien-und Prüfungsordnung, die Gestaltung der Lehr-und Prüfungssituation oder auch die Teilnahme an Praktika und Exkursionen.

Unsere Handreichung für Lehrende und Mitarbeiter/innen mit Empfehlungen zum Umgang mit behinderten oder chronisch kranken Studierenden des BBSt finden Sie hier:

"Didaktikleitfaden"(PDF-Dokument)

Allgemeine Tipps zum Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben wir hier(Microsoft-Word-Dokument) für Sie breitgestellt. Auf dem Internetportal Gateway finden Sie bis dahin erste Informationen, die für Sie hilfreich sein können. Diese beziehen sich vor allem auf Studierende mit Hör-und Sehbeeinträchtigungen. Bei weiterführenden Fragen kontaktieren Sie gerne die Beratungsstelle.

 

Die Sondererhebung zur Situation von Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung(PDF-Dokument) stellt in Kürze die wichtigsten Fakten aus einer Umfrage des Deutschen Studentenwerkes unter 16.000 Studierenden im Jahr 2012 dar.

Ratschläge zur Kommunikation mit Gehörlosen und Schwerhörigen: www.sgb-fss.ch

Digitale ud barrierefreie Lehre zu Zeiten von Corona:

Um Sie Lehrende bei der Planung und Durchführung von digitalen sowie möglichst barrierearmen Lehrangeboten zu unterstützen, 
hat die Beratungsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (BBSt) gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Diversity
und dem Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) ein "Neun-Punkte-Papier" zusammengestellt.

Weitere Informationen zu einer barrierearmen digitalen Lehre finden Sie hier und hier.

Die Online-Lehre ist grundsätzlich ein sehr wertvolles Format für Studierende in besonderen Lebenslagen und wir begrüßen außerordentlich jegliches Engagement in dieser Richtung. Doch auch dieses Format birgt Herausforderungen für diese Zielgruppe, weswegen wir herzlich darum bitten einige machbare organisatorische und technische Punkte zu beachten:

  • Falls Sie Lehrveranstaltungen mit Webkonferenzen u.Ä. abhalten, bitten wir Sie, alternative Möglichkeiten der Teilnahme (z.B. Aufzeichnung dieser Sitzungen) und Leistungserbringung anzubieten für:
    • Studierende mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, die aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten nicht zu diesem Zeitpunkt an der Lehrveranstaltung teilnehmen können
    • Behinderte und chronisch kranke Studierende, die einen vom Prüfungsausschussvorsitzenden genehmigten Nachteilsausgleich bezogen auf die Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen haben
  • Achten Sie bitte auf sehr gute Ton- und Bildqualität sowie einen störungsfreien Hintergrund bei Vorlesungsaufzeichnungen (wichtig für hörgeschädigte und sehgeschädigte Studierende, internationale Studierende deren Sprachkenntnisse noch unzureichend sind). Bitte nutzen Sie deshalb nach Möglichkeit Aufzeichnungen durch das TIK.
  • Bitte stellen Sie zusätzlich zu aufgezeichneten Lehrveranstaltungen auch eine schriftliche Ausarbeitung ((Trans)Skripte, Vorlesungsnotizen, schriftlich entwickeltes „Tafelbild“ o.ä.) in ILIAS zur Verfügung. Viele Studierende sind darauf angewiesen, da sie nicht gleichzeitig zuhören und mitschreiben können, für Viele ist es eine große Hilfe: Sehbehinderte und Blinde, Hörbehinderte und Gehörlose, Mobilitätseingeschränkte (v.a. bezüglich des (Mit)Schreibens), Studierende mit anderen Einschränkungen, bei denen eine Verlangsamung stattfindet (z.B. durch Medikamenteneinnahme, ADHS, psychische Beeinträchtigungen), internationale Studierende, Studierende mit Kindern.
  • Bitte lassen Sie die Online-Angebote (aufgezeichnete Vorlesungen und die genannten Skripte/Notizen) mindestens bis zur Prüfung und Nachprüfung online.
  • Bitte bereiten Sie vor allem Ihre schriftlichen Ausarbeitungen möglichst barrierearm auf. Uns ist bewusst, dass eine komplette Barrierefreiheit von Dokumenten derzeit noch nicht möglich ist, aber bitte erleichtern Sie sehbehinderten Studierenden das Lesen und ggf. Vergrößern:
    • Die Dokumente müssen kontrastreich sein: Optimal ist weißer Hintergrund und schwarze Schrift. Auf das hellere Uni-Blau mit weißer oder schwarzer Schrift sollte verzichtet werden, ebenso auf Kombinationen aus Rot-Grün, Rot-Orange, Blau-Grün usw.
    • Gestalten Sie Ihre Ausarbeitungen bitte möglichst übersichtlich, so dass auch jemand mit Vergrößerung am Bildschirm den Überblick behalten kann.
    • Verwenden Sie in Word-Dokumenten Dokumentvorlagen und kennzeichnen Sie Kapitelüberschriften als solche, so dass diese von Sprachausgabe lesbar sind.
    • Unter folgendem Link finden Sie Anleitungen, Tipps und Tools zur digitalen Barrierefreiheit des TIK
  • Rückfragemöglichkeiten zu Ihren Lehrveranstaltungen und Materialien wären wichtig. Das muss nicht unbedingt in Echtzeit sein (hilfreich für alle Studierenden)
  • Audiodeskription anbieten. Studierende mit Sehbeeinträchtigungen können die gezeigten Bilder/Tabellen etc. nicht sehen. Eine akustische Bildbeschreibung würde den Studierenden helfen die Inhalte zu verstehen. Die Audiodeskription kann erfolgen durch 1. Vorherige Aufnahme der Vorlesung (in den Pausen, werden die Bilder beschrieben) oder 2. Eine Live-Beschreibung für Studierende, die diese benötigen durch SHK's, Tutoren o.Ä.
Verantwortlichkeit: