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Vortragsreihe „Europa: woher und wohin?“ Teil 2: Beiträge aus der Philosophie, der Anglistik und Kunstgeschichte

Uni-Veranstaltungen

„Aber Heimat fand ich nirgends …“: Nietzsches wandernder Europäer

Oliver Victor (Philosophie)

Im Zuge einer umfassenden Kritik an absoluten Wahrheiten initiiert Nietzsche im 19. Jahrhundert eine Umwertung tradierter Werte auf den Gebieten der Metaphysik, Moral und Religion. Diese Umwertung und Kritik schlagen sich auch in seiner Anthropologie nieder, und so versteht Nietzsche den Menschen als Wanderer ohne vorab festgelegte Ideale oder Ziele. Eng damit verbunden ist Nietzsches Vision des „guten Europäers“, der nicht nur der „Kleinstaaterei“ eine Absage erteilt, sondern auch die Idee von Europa selbst dynamisch versteht.

 

Innen, Außen, Oben, Unten. Ein Streifzug zur Praxis und Philosophie des Innen/Lebens in der europäischen Kulturgeschichte

Friederike Danebrock (Anglistik) & Arne Leopold (Kunstgeschichte)

Der Schiffbrüchige auf der einsamen Karibikinsel: Daniel Defoes Figur des Robinson Crusoe liefert uns das Bild eines Europäers, der die eigene Fragilität in einer fremden Umwelt durch unbändigen Unterwerfungswillen überwindet. Robinson zieht Zäune hoch, richtet Wohnstätten ein, bewirtschaftet Felder. Die Geschichte von Robinson schildert uns minutiös die Praktiken, die in der europäischen Kulturgeschichte zur Markierung von Lebensräumen gedient haben. Solche Formen der Grenzziehung sind der Gegenstand unseres Vortrags. Wir beleuchten zu diesem Thema philosophische Überlegungen von Gilles Deleuze und Gaston Bachelard und betrachten auch die gegenwärtige Düsseldorfer Stadtarchitektur.

Die Veranstaltung wird unter den aktuellen Corona-bedingten Hygienemaßnahmen im Haus der Universität durchgeführt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsdetails

26.11.2021, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Philosophischen Fakultät, HHU
Verantwortlichkeit: