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Digital und international
15.000 Euro für ein internationales Lehrprojekt

Das Cross-site teaching Projekt „Intercultural Cross-site Teaching“ von Dr. Witold Mucha (Institut für Sozialwissenschaften) wird im Rahmen des Programms -“International Virtual Academic Collaboration” (IVAC) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 15.000 Euro gefördert. Während der Corona-Pandemie haben viele Hochschulen ihre digitalen Lehr- und Lernangebote ausgebaut. Um diesen Digitalisierungsschub auch in der internationalen Hochschulkooperation zu verankern, hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mithilfe der BMBF-Förderung rund 50 Projekte für das IVAC-Programm ausgewählt. Die Bundesforschungsministerin Karliczek betont den Leuchtturmcharakter der Förderlinie, die auch jenseits der aktuellen Pandemie Wirkung entfalten soll: „Die Corona-Krise stellt Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen vor die Herausforderung, in kurzer Zeit digitales Lehren, Lernen und Arbeiten dynamisch weiterzuentwickeln. Internationaler Austausch ist auch während der Pandemie wichtig, wir müssen ihn daher weiter fördern und mit neuen Formaten zusätzlich unterstützen. Die digitalen Möglichkeiten sollen auch die internationale Hochschulzusammenarbeit bereichern.“

Dr. Witold Mucha, Foto: privat

Das Projekt „Intercultural Cross-site Teaching“ erfüllt jene Kriterien der Digitalisierung und Internationalisierung. Konkret geht es bei der Lehrinnovation um digitale Lehre zwischen den Universitäten Pretoria (Südafrika), Seoul (Südkorea) und Düsseldorf. Seit 2016 organisiert Dr. Mucha im Verbund mit den Partneruniversitäten regelmäßig Seminare zu Fragen der Friedens- und Konfliktforschung. Die Idee entsprang der Beobachtung, dass hierzulande Themen wie beispielsweise Gewaltkonflikte, Staatszerfall oder internationale Migration überwiegend auf Basis von angloamerikanischer Literatur und Wissen gelehrt werden. „Fachliteratur, Fachkollegen und -kolleginnen und Studierende aus dem sogenannten „Globalen Süden“ werden im Rahmen der Lehre schlichtweg nicht wahrgenommen“, so Mucha, „Entsprechend bestand das übergeordnete Ziel des Projektes von Anfang an darin, Perspektivenvielfalt über den eigenen Tellerrand hinaus zu ermöglichen.“

Konkret finden die Seminare sowohl synchron als auch asynchron statt. Die wöchentlichen Sitzungen und/oder Kleingruppendiskussionen werden per Videokonferenz durchgeführt. Parallel sind alle Studierenden und Dozierenden auf der gemeinsamen Slack-Plattform miteinander verbunden, in der sich standortübergreifende „taskforces“ zu ihren jeweiligen Arbeitsaufträgen im Laufe des Semesters austauschen (z.B. peer review-Gruppen). Um die Interaktion und Kreativität zu fördern sowie die verschiedenen Zugänge zu berücksichtigen, erstellen die Studierenden eine Vielzahl unterschiedlicher digitaler Outputs. Diese reichen von Podcasts, Erklärvideos, vertonten Präsentationen, Videointerviews, Radioshows bis zu virtuellen Simulationen. Im Sinne der Open Educational Resources (OER) werden alle erstellten Materialien auf der Projekt-Website veröffentlicht (https://cross-site-teaching.phil.hhu.de/).

Die positiven studentischen Evaluationen und verschiedenen Förderungen (u.a. durch den Stifterverband) der letzten Jahre zeigen, dass digitale Formate traditionelle Präsenzlehre unabhängig der disziplinären Ausrichtung bereichern.

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Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen
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