Zum Inhalt springen Zur Suche springen

Heine-Frauen und Heine-Männer 2020
Von „Queer“-Denkenden und Flamingos

Auch virtuelle Preisverleihungen sind berührend. Das bewies die digitale Ehrung der Heine-Frauen und Heine-Männer am 15. März 2021. Sehr unterschiedliche Persönlichkeiten kamen zusammen, die ihr Blick auf die Welt und ihr Handeln vereint. „Gleichstellung ist nur erreichbar, wenn man im täglichen Umgang miteinander immer das Verbindende sieht und nicht nach dem Trennenden sucht", formuliert es treffend Dr. Stefan Beutner, einer der 15 Ausgezeichneten.

Zoom

Auch digital war die Würdigung der Heine-Männer und Heine-Frauen ergreifend. (Bild: HHU/yulydesign)

Vom Studenten bis zur Professorin – HHU-Angehörige aus allen Bereichen der Universität freuen sich über die besondere Auszeichnung:
•    Niels Baumgarten Student der Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, AStA Kulturreferent, Koordination Sommerkult und Fachschaftsrat der Musikwissenschaft
•    Dr. Stefan Beutner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Organische Chemie
•    Dr. phil. Simone Brandes, Geschäftsführung philGRAD, Coach und Mediatorin
•    Ralf Faßbender, Medizinisch Technischer Assistent am Institut für Anatomie II
•    Prof. Dr. Laura Hartmann, Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie
•    PD Dr. Katrin Henze, Persönliche Referentin des Dekans der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
•    Dr. Céline Hönl, Geschäftsführende Koordinatorin des Exzellenzclusters CEPLAS
•    Professor Dr. med. Wolfram Trudo Knoefel, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie
•    Rosa Mucic, Hauswirtschafterin am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
•    Simone Rehrmann, Marketing und Public Relations am CEDUS (Center for Entrepreneurship Düsseldorf)
•    apl. Prof. Dr. Christian Tagsold, Heisenberg-Stelle am Institut für Modernes Japan
•    Jennifer Sarah Voß, Studentin der Sozialwissenschaften – Medien, Politik, Gesellschaft; Mitglied des Senats und studentische Gleichstellungsbeauftragte
•    Jun.-Prof. Dr. Marius Wehner, Juniorprofessor für BWL, insb. Unternehmensführung
•    Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger, Lehrstuhlinhaberin für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Controlling und Accounting
•    Prof. Dr. Susan Winnett, Seniorprofessorin im Studiengang Transkulturalität

Eine Festschrift würdigt ihren Einsatz auf persönliche Weise, sie stellt auch jene vor, die die Heine-Frauen und -Männer nominierten und erzählt viele Beispiele aus dem Leben. Etwa von „Queer“-Denkerin Susan Winnett, die sich auch im Ruhestand für Förderung und Teilhabe einsetzt. Oder von Marius Wehner, dessen Sohn mit einem rosa Flamingo-T-Shirt für Genderstereotypen sensibilisiert, ebenso von PR-Fee Simone Rehrmann, die für eine geschlechterneutrale Sprache fröhlich den Rotstift ansetzt.

Es macht Spaß, die 40-seitige Festschrift zu lesen, denn man nimmt viele gute Gedanken mit. So wie diesen von Hauswirtschafterin Rosa Mucic: „Tut jeden Tag Gutes und lebt glücklich und froh, denn das Leben ist schön. Nehmt es mit etwas mehr Humor und lacht auch mal über ein Missgeschick. Und vor allem: Macht keinen Unterschied, wer vor euch steht – im Endeffekt sind wir doch alle gleich.“

Hintergrund
Seit 2008 ruft die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte alle Lehrenden, Studierenden und Beschäftigten dazu auf, im Zweijahresrhythmus ihre Heine-Frau oder ihren Heine-Mann (seit 2018) zu nominieren. Alle, die sich im sozialen oder beruflichen Bereich besonders einbringen, können dafür vorgeschlagen werden.

Weitere Informationen

Autor/in: Redaktion/KK
Kategorie/n: Schlagzeilen, INTRANET News