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Tagung: "Andreas Hillgruber. Perspektiven auf Werk und Wirkung"

Andreas Hillgruber (1925-1989) gehörte zu den profiliertesten deutschen Historikern seiner Generation. Sein Hauptinteresse galt der Außenpolitik des Deutschen Reiches zwischen 1871 und 1945 mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten
Weltkriegs. In methodischer Hinsicht war Hillgruber ein Verfechter einer modernisierten Politikgeschichte. Heute ist er vor allem durch seine unfreiwillige Rolle im Historikerstreit in der Mitte der 1980er Jahre bekannt. Die wissenschaftlichen Leistungen Hillgrubers zeigen sich darin,
dass wesentliche von ihm geprägte Interpretationsmuster deutscher Außen- und Kriegspolitik in der gegenwärtigen Forschung Verwendung finden. Allerdings werden sie vor allem von der jüngeren Forschung oft nicht mehr mit seinem Namen verbunden. 

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Tagung ein dreifaches Ziel. Erstens soll zumindest ansatzweise nach der Biographie Hillgrubers gefragt werden. Zweitens soll gefragt werden, welche Bedeutung die Arbeiten Hillgrubers für die gegenwärtige Forschung zur Geschichte der deutschen Außenpolitik und des
Zweiten Weltkriegs haben. An welchen Stellen wurde Hillgruber bestätigt, wo wurden seine Thesen korrigiert oder ergänzt? Drittens soll das Werk Hillgrubers in die intellektuelle und politische Situation der Bundesrepublik Deutschland und Europas in den 1970er und 1980er Jahren eingeordnet werden. Welche Bedeutung hatte der Ost-West-Konflikt für die geschichtswissenschaftlichen Interpretationen des Historikers Hillgruber? Welche Rolle spielten
die deutsche Teilung und die Deutsche Frage für Hillgruber – zumal vor dem Hintergrund seiner ostpreußischen Herkunft?

Weitere Informationen zum Programm gibt es hier.

ICS

Veranstaltungsdetails

12.03.2026, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr
Prof. Dr. Friedrich Kießling, Bonn; Dr. Rainer Behring / Prof. Dr. Guido Thiemeyer, Düsseldorf (HHU Düsseldorf)