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Überarbeiteter Leitfaden
Geschlechtergerechte Sprache

Titelbild des Leitfadens gendergerechte Sprache Zoom

Bunte Vielfalt – auch in der Sprache: Diese zeigt der überarbeitete Leitfaden der des Gleichstellungsbüros und der Section Diversity.

In der neu gestalteten Handreichung wird das Asterisk zum Symbol: Mit seinen vielen Strahlen, die in alle Himmelsrichtungen zeigen, deute es vielfältige Gestaltungsspielräume und Begriffsbestimmungen bezüglich der Geschlechtsidentität an, heißt es dort. Der fast 40-seitige Leitfaden geht zunächst auf diese Identitäten ein und ebenso auf die Ziele geschlechtergerechter Sprache. Diese will keine einheitlichen Vorgaben machen, sondern eher zum Nachdenken anregen.

Und genau dabei ist die handliche Broschüre eine Hilfe: Es muss nicht „der/die Institutsleiter/in“ heißen, sondern die Institutsleitung oder die Person, die die Abteilung leitet. Umformulieren als möglicher Weg. So wird aus dem „Rat eines Fachmanns“ ein „fachkundiger Rat“. „Besucher werden gebeten, ihre Taschen einzuschließen.“ verwandelt sich ganz aktiv zu „Bitte schließen Sie Ihre Taschen ein.“.

Anrede in Briefen
Auch auf die Ansprache von Gruppen („Sehr geehrte Mitglieder und Angehörige der HHU“ oder „Liebe Beschäftigte“ anstelle von „Damen und Herren“) und die Anrede in Briefen wird eingegangen. Ebenso bekommen Interessierte Tipps, wie sie Personen ansprechen können, deren geschlechtliche Identität nicht bekannt ist und wie sich solche Unsicherheiten mit Hinweisen in der Signatur vermeiden lassen. Und ganz alltagsnah dreht sich ein Bereich auch um Namensschilder und Abkürzungen wie Prof.*in oder Dr.*in.

Eine Liste mit geschlechtergerechten Begriffen sowie Satzformulierungen rundet die Handreichung ab. Es hilft, Begriffe möglichst zu neutralisieren, also aus „Expertenwissen“ „Fachwissen“ oder „Expertise“ zu machen.

Rektoratsbeschluss
Auch das Rektorat beschäftigte sich eingehend mit der angewandten ggS innerhalb der Verwaltung: So sollte die allgemeine Anrede in Massensendungen wie Rundmails entweder geschlechtsneutral (sehr geehrte Beschäftigte, liebe Studierende etc.) oder aber durch das Gendersternchen erfolgen. Für Einzelmails und -briefe, die ebenfalls an eine größere Personenzahl gehen, beschloss die Hochschulleitung eine Anrede zu nutzen, die aus „sehr geehrte*r“ plus Vor- und Nachname besteht. Für die Fakultäten und weitere Bereiche empfiehlt das Rektorat ausdrücklich, die geschlechtersensible Sprache zu verwenden, wobei auf genaue Vorgaben bewusst verzichtet wird. So kann jede Person selbst entscheiden, welche Form für ihren Bereich am sinnvollsten erscheint.

„Eine gendergerechte Sprache ist heute nicht mehr wegzudenken, denn es liegt in der Logik der Gleichberechtigung und Gleichbehandlung aller Menschen, dass sie mit Respekt und Sensibilität angesprochen und nicht nur still ‚mitgedacht‘ werden“, sagt Prorektorin Prof. Dr. Dr. Andrea Icks.

Erstellt wurde der ggS-Leitfaden von der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten und der Section Diversity. Diese Neuauflage der Broschüre, die seit 2011 veröffentlicht wird, ist ab sofort in gedruckter Form beim Gleichstellungsbüro erhältlich und kann als PDF heruntergeladen werden.

Autor/in: Redaktion/KK
Kategorie/n: INTRANET News, hhu-intern
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