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Neue Leitung der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft
HHU-Neurobiologin Prof. Dr. Christine R. Rose wird Präsidentin der NWG

Portraitaufnahme von Prof. Dr. Christine Rose, Leiterin des Instituts für Neurobiologie der HHU Zoom

Prof. Dr. Christine Rose wurde von der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft zur neuen Präsidentin gewählt. Ab dem 30. März 2021 steht sie der NWG für zwei Jahre vor. (Foto: HHU / Christoph Kawan)

„Während meiner Amtszeit möchte ich die Bedeutung der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung wieder stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Gleichzeitig jedoch auch die zweite Säule der Neurowissenschaften, also die translational-klinische Forschung, noch näher an die Gesellschaft heranführen, damit beide Säulen enger vernetzt werden können“, umreißt die frisch gewählte Präsidentin ihre Ziele für die kommenden zwei Jahre. „Die NWG muss eine aktive Stimme für ihre Mitglieder in Deutschland sein.“

Die NWG zählt über 2.300 Mitglieder und vertritt die Interessen von Forschenden, die sich mit Entwicklung, der Funktionsweise, den Leistungen und den Störungen von Gehirn und Nervensystem beschäftigen. Ziel der Fachgesellschaft ist die Förderung der Neurowissenschaften in Forschung und Lehre. Die Vorstandswahl der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft fand im Januar per Briefwahl statt.

Weitere Informationen: Webseiten der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Zur Person

Christine R. Rose (geb. 1965 in Saarbrücken) studierte in Konstanz Biologie. Im Jahr 1993 promovierte sie im Bereich Zoologie an der Universität Kaiserslautern. Nach Postdoc-Stationen an der Yale University School of Medicine, der Universität des Saarlandes sowie an den Physiologischen Instituten der TU und LMU München habilitierte sie sich an der LMU im Jahr 2002. Nach drei weiteren Jahren als Gruppenleiterin in München übernahm sie Ende 2005 die Leitung des Instituts für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Roses wissenschaftlicher Schwerpunkt ist die zelluläre Neurobiologie. Sie beschäftigt sich unter anderem mit Funktion der Gliazellen im Gehirn. Diese Zellen und insbesondere ihre Interaktion mit Neuronen stehen auch im Fokus des DFG-Schwerpunktprogramms 1757, welches Prof. Rose seit 2014 als Sprecherin zusammen mit Prof. Dr. Frank Kirchhoff von der Universität des Saarlandes leitet. Seit Beginn 2019 ist Prof. Rose Sprecherin der DFG-Forschungsgruppe 2795 „Synapsen unter Stress“. Hauptziel dieses Konsortiums ist es, die frühen zellulären Veränderungen, die bei Energiemangel im Gehirn zum Beispiel in Folge eines Schlaganfalls auftreten, zu erforschen. 

Mit ihren Forschungen rückt die Bedeutung der Gliazellen – die lange Zeit im Wesentlichen als passive Stützstrukturen des Gehirns angesehen wurden – in den Fokus der Neurowissenschaften und auch der Medizin. Ihre Forschungsergebnisse erschienen in namhaften Zeitschriften wie Nature, Nature Communications oder Cell Stem Cell.

Prof. Rose erhielt für ihre Forschungsarbeit eine Reihe von Auszeichnungen, so unter anderem ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie übernahm zahlreiche Funktionen in verschiedenen Kommissionen und fungiert bereits zum zweiten Mal als Mitglied des Fachkollegiums Neurowissenschaften der DFG. Im Jahr 2019 wählte die Neurowissenschaftliche Gesellschaft sie zur Vizepräsidentin, Ende März 2021 tritt sie das Amt der Präsidentin der NWG an. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen, Forschung Personalia
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