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Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Beste Dissertation: Elektronische Zungen gegen bittere Pillen

Schluss mit Bitterer Medizin – Pharmazeutin Dr. Katharina Wörtz erforschte in ihrer Doktorarbeit an der HHU die „Elektronische Zunge“. Am 1. Februar 2012 erhielt sie dafür die Auszeichnung „Beste Dissertation in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 2011“ im Rahmen der Promotionsfeier der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Dr. Katharina Wörtz (Mitte) erhielt am 1. Februar den Preis "Beste Dissertation in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 2011". Es gratulieren ihr Doktorvater Prof. Dr. Jörg Breitkreutz (links) und Prodekan Prof. Dr. Martin Mauve (rechts) (Fotos: Hanne Horn).

2. Februar 2012 - Eine Pille muss nicht bitter sein! Mit diesem Ziel hatte Dr. Katharina Wörtz ihre Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) vorangetrieben. Doch wie schmeckt eine leckere neue Pillenrezeptur? Dass bei Versuchen gesunde Testpersonen Zubereitungen mit zum Teil hoch wirksamen Arzneistoffen probieren, ist medizinisch problematisch. Auch sind die Geschmäcker von Menschen verschieden, Standards festzulegen ist also schwierig.

„Elektronische Zungen“ unterstützen neuerdings die pharmazeutische Forschung und Entwicklung, doch fehlten bisher Vergleichsmessungen zwischen verschiedenen Geräten und standardisierte Protokolle für ihren Einsatz. Frau Dr. Wörtz untersuchte in ihrer Doktorarbeit zwei unterschiedliche Geräte und entwickelte Standards für den Praxiseinsatz. Sie testete mit den elektronischen Zungen verschiedene Kombinationen von Geschmacksstoffen, um auch das besonders bittere Chinin – das in kleinsten Dosen Getränken wie „Bitter Lemon“ den charakteristischen Geschmack gibt – geschmacklich zu maskieren. Am Ende fand sie eine Rezeptur, die auch Kindern schmeckt.

Neben der Geschmacksuntersuchung können die elektronischen Zungen auch erfolgreich in der Qualitätssicherung eingesetzt werden. Bei der Untersuchung verschiedener Chargen von Kräuterbonbons „schmeckten“ die elektronischen Zungen deutlich aussagekräftiger und reproduzierbarer als menschliche Geschmackstester. Die Forschung von Frau Dr. Wörtz wurde während der Promotionsfeier der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit dem Preis „Beste Dissertation 2011“ ausgezeichnet.

86 Promotionen seit September 2011

86 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (50 weiblich, 36 männlich) erhielten im Rahmen der Promotionsfeier der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät am 1. Februar 2012 ihren Doktortitel. Es wurden 41 Biologen, 20 Chemiker, zwei Informatiker, ein Mathematiker, neun Pharmazeuten, acht Physiker und fünf Psychologen promoviert. Der Kreis der Promovierten ist international: Sie kommen aus Deutschland, China, Polen, Vietnam, Estland, Kasachstan, Frankreich, Italien, Ägypten, Bulgarien, Serbien und Indien.

Prodekan Prof. Dr. Martin Mauve beglückwünschte die frisch Promovierten und gab Ihnen auf den Weg, „dass Sie mit der Promotion den wichtigsten Schritt von einem lernenden Studenten zu einem lehrenden Wissenschaftler vollendet haben“.

Im Rahmen der Promotionsfeier wurden traditionell auch wieder die schönsten und kreativsten Doktorhüte und Doktorwagen gekürt.

Dr. Katharina Wörtz

Katharina Anna Wörtz, geboren 1983 in Essen, studierte Pharmazie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Im Jahr 2008 erhielt sie die Approbation zur Apothekerin. Danach promovierte sie am Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie bei Prof. Dr. Jörg Breitkreutz. Titel ihrer Doktorarbeit: „Systematic evaluation of electronic taste sensing systems for pharmaceutical analysis and formulation development“.

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Kategorie/n: Pressemeldungen, Newsticker

... der Bester Doktorwagen der Doktorandinnen und Doktoranden prämiert.

Nach der Promotionsfeier wurden auch der Beste Doktorhut und...

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