Jump to contentJump to search

iGEM2023 – Studentischer Wettbewerb in Synthetische Biologie
HHU-Team gewinnt Silbermedaille in Paris

Anfang November präsentierte das iGEM-Team („international Genetically Engineered Machine“) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ihr Forschungsprojekt „Fungilyzer“ einem internationalen Publikum. Beim „Grand Jamboree“, zu dem 400 Teams aus der ganzen Welt nach Paris kamen, errangen die HHU-Studierenden mit ihrem Ansatz für einen neuen biologischen Dünger auf Pilzbasis eine Silbermedaille.

Zoom

Das iGEM-Team 2023 der HHU beim „Grand Jambolee“ in Paris im November 2023. Von hinten nach vorne, von links nach rechts: Ben Lenkewitz, Aamir Munir, Maurice Groß, Can Karka, Jona Gerhards, Oliver Kraft, Max Denter, Alexander Flosbach, Dr. Vera Göhre, Piravinth Paraparan, Prof. Dr. Michael Feldbrügge, Prof. Dr. Guido Grossmann, Florian Hänsel; Joëlle Boecker, Julia Kainzmaier, Yasemin Baran, Niklas Küppers, Ilayda Azapoglu, Yannik Grans; Antigoni Mouratidou, Deniz Karagöz (Foto: HHU / Yannik Grans)

Bei der Veranstaltung in der Pariser EXPO präsentierten über drei Tage die teilnehmenden Teams ihre Arbeiten Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und interessierter Öffentlichkeit. Eine Webseite und ein Video, ein Stand im Messezentrum sowie ein Vortrag waren dabei zentrale Bestandteile.

Beim diesjährigen HHU-Projekt „Fungilyzer“ geht es darum, die Landwirtschaft effektiver zu machen, indem das Team einen biologischen Dünger in Anlehnung an symbiotische Pilze designte. Mit diesem Dünger sollen auch negative Effekte von Überdüngung auf die Umwelt eingeschränkt werden.

Eine Jury bewertete jedes Team hinsichtlich verschiedener Kriterien, nach denen am Ende bestimmte Medaillen und spezielle Awards verliehen wurden. Bewertet wurde nicht nur die Laborarbeit. Von den Studierenden wurde ebenso die Auseinandersetzung mit Experten und Interessenten gefordert, die Diskussion mit der Öffentlichkeit und die eigenständige Sponsorenakquise.

Das HHU-Team erhielt für ihre Arbeit eine Silbermedaille. Besonders positiv bewertete die Jury die Leistung im technischen Bereich sowie die reflektierte Auseinandersetzung mit ethischen und gesellschaftlichen Aspekten. Die Jury betonte das ganzheitliche Engagement und den nachhaltigen Beitrag des Teams zur iGEM-Community.

Das iGEM2023-Team bedankt sich bei ihren Unterstützern an der HHU. „Wir möchten vor allem unseren Advisors für die Hilfe danken. Besonders wertvoll war die Unterstützung durch Prof. Dr. Michael Feldbrügge, Prof. Dr. Guido Grossmann und Prof. Dr. Matias Zurbriggen sowie Dr. Vera Göhre, die Laborflächen und Expertise zur Verfügung stellten und unser Team begleiteten“, betont Ben Lenkewitz im Namen des iGEM-Teams.

Der iGEM-Wettbewerb

Der Wettbewerb wurde in den USA am Massachusetts Institute of Technology ins Leben gerufen und wird seit 2003 jährlich ausgetragen. iGEM steht für „international Genetically Engineered Machine“. Der Wettbewerb ermöglicht studentischen Teams aus der ganzen Welt, ein eigenes Projekt im Bereich der synthetischen Biologie umzusetzen und beim Finale, der Jamboree im Herbst eines jeden Jahres, auf der großen Bühne vor einer Fachjury und Vertretern der Industrie zu präsentieren.

iGEM setzt auf das Prinzip des gemeinsamen Forschens, indem jegliche von den Teams kreierten genetischen Konstrukte in einer wettbewerbseigenen Bibliothek gesammelt und den Teams in den Folgejahren zur Verfügung gestellt werden. In der synthetischen Biologie werden unter Anwendung gentechnischer Verfahren, durch die Kombination solcher Konstrukte und Komponenten, unterschiedlichste Organismen mit neuen Mechanismen geschaffen. Hierbei versuchen die iGEM-Teams, entweder bestehende Probleme der Industrie, Medizin oder Umwelt zu adressieren, oder neue Verfahren und Methoden der wissenschaftlichen Arbeit zu entwickeln.

Mit dem Finale in Paris vom 2. bis 5. November ging das iGEM-Jahr 2023 zu Ende. Die Düsseldorfer iGEM-Team gewannen dort eine Silbermedaille. Es bestand aus 15 Studierenden, die für ein Jahr intensiv in theoretischen und praktischen Aspekten an dem eigenständig entwickelten Projekt Fungilyzer arbeiteten.

Autor/in:
Kategorie/n: Auszeichnungen, Schlagzeilen, Pressemeldungen, Math.-Nat.-Fak.-Aktuell
Responsible for the content: