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Seit fünf Jahren
DIID erforscht Potenzial des Internets

Das Internet – eine Bühne für alles. Dieses weltweite Netz bringt auch demokratische Innovationen voran. Wie sich dieses Potenzial ausschöpfen lässt, das erforscht seit fünf Jahren das Düsseldorfer Institut für Internet und Demokratie (DIID). Es wurde am 21. Juli 2016 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) von 16 Professorinnen und Professoren als zentrale wissenschaftliche Einrichtung gegründet und analysiert die Digitalisierung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die DIID-Mitglieder kommen aus der Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Soziologie. (Collage: DIID)

Für fast 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen ist das Institut ein Ankerpunkt, um gemeinsam Projektideen zu entwickeln und Antworten auf drängende Fragen zu finden. Eine zentrale Frage lautet: Welche Chancen und Risiken bietet die Digitalisierung für bürgerschaftliche Beteiligung, öffentliche Kommunikation und politische Mobilisierung? Am DIID wird untersucht, wie hierbei Politik, Unternehmen und andere Organisationen interagieren.

„Das DIID ist interdisziplinär ausgerichtet. Es fördert den fachübergreifenden Austausch, bringt Forschende zu Internet und Demokratie zusammen. Wir arbeiten gemeinsam an Fragen digitaler Demokratie in Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft”, fasst die geschäftsführende Leiterin und Sprecherin Prof. Dr. Christiane Eilders zusammen. Es geht oft um Kommunikation, Teilhabe und Entscheidung.

Partizipation fördern
Ein großes Projekt, das auch in den Medien diskutiert wird, ist #meinfernsehen2021. Dieses Online-Partizipationsverfahren zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wird gerade abgeschlossen. Damit nicht immer nur die gleichen Stimmen gehört werden, wurde hier die Bürgerschaft gefragt: Was muss sich ändern, was sollte dem Fernsehen erhalten bleiben? Gemeinsam mit dem Grimme-Institut ist eine Publikation geplant, die die wichtigsten Erkenntnisse darstellt.

In den vergangenen Jahren wurde eine digitale Plattform zur Erfassung und Abbildung von Beteiligungsangeboten entwickelt, der DIID-Monitor Online-Partizipation: Er zeigt, wie viele Kommunen tatsächlich Online-Kanäle zur Bürgerbeteiligung einsetzen und wenn ja, für welche Verfahren und Angebote.

Das sind zwei Beispiele von vielen. „Bei Veranstaltungen wie den DIID-Retreats und Kolloquien bieten wir unseren Mitgliedern außerdem eine Plattform, um aktuelle Forschungsprojekte kennenzulernen und zu diskutieren“, so Professorin Eilders. „Wir begreifen uns zugleich als Netzwerk, das den wissenschaftlichen Dialog jenseits konkreter Forschungsvorhaben fördert.” Genau dafür wird das Team im Herbst auch das kleine Jubiläum nutzen: Geplant ist ein Retreat auf Schloss Mickeln zum persönlichen Austausch.

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Autor/in: Redaktion/KK
Kategorie/n: Schlagzeilen, INTRANET News, hhu-intern
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