Anastasia Bassanets, Philipp Dietrich, Niklas Hammacher und Lucas Schiffer schlüpften dabei in die Rolle von Anwältinnen und Anwälten beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag und vertraten die Beteiligten in einem fiktiven Rechtsstreit.
In einem spannenden Finale errangen die Düsseldorfer den Gesamtsieg gegen die ELTE-Universität Budapest. In dem verhandelten Fall ging es um ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) zum völkerrechtlichen Schutz von internationalen Organisationen sowie zu KI-basierten Einreise- und Aufenthaltsmaßnahmen. Das Team wurde von Professorin Charlotte Kreuter-Kirchhof sowie den Doktoranden Timotheus Staab und Jasper Kurth betreut. „Auch wenn die internationale Ordnung in den letzten Jahren unter Druck geraten ist, bildet das Völkerrecht die Grundlage der internationalen Beziehungen”, erklärte Kreuter-Kirchhof. „Wir sind stolz auf dieses großartige Team!”
Das Finale des Telders International Law Moot Court fand am 6. Juni im Friedenspalast in Den Haag statt. Die Leistungen des Nachwuchses wurden vom deutschen Richter am IGH, Professor Georg Nolte, von der slowenischen Richterin am Internationalen Strafgerichtshof, Beti Hohler, sowie vom australischen Botschafter in den Niederlanden, Dr. Greg French, bewertet. In Moot Courts treten Jura-Studierende aus aller Welt gegeneinander an. In diesem Jahr nahmen 29 Universitäten aus 20 europäischen Ländern an den Finalrunden des Wettbewerbs teil.
Im Jurastudium an der Heinrich-Heine-Universität spielen Moot Courts eine große Rolle. „Für Studierende bieten internationale Moot Courts eine sehr gute Gelegenheit, sich vertieft in einen Fall einzuarbeiten und vor Gericht auf Englisch zu plädieren“, erklärt Kreuter-Kirchhof.
Die Studierenden aus Düsseldorf verzeichnen dabei immer wieder große Erfolge: Ein Team aus dem Steuerrecht hat in diesem Jahr den zweiten Platz im internationalen Finale in Löwen, Belgien, erzielt. Im vergangenen Jahr gewann das Team der Heinrich-Heine-Universität den bundesweiten Moot Court im Strafrecht vor dem Bundesgerichtshof.