Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck betonte, dass die HHU ihre Lehre weiter stärken will und sie als gleichberechtigt zur Forschung versteht. Es gelte zudem, die Kultur auf dem Campus auszubauen und die Universität zu einem Ort zu machen, an dem sich alle gerne aufhalten. Prof. Dr. Axel Görlitz, Prorektor für Studienqualität und Lehre und Leiter des Projekts, stellte die Ziele von CoLab vor.
Kernidee ist ein systematischer Prozess der Curriculumentwicklung. Dieser soll sicherstellen, dass
- die Studiengänge an der HHU zukunftsfähig ausgerichtet sind,
- flexibler auf neue Anforderungen reagieren können
- und ihre Lernziele transparenter machen.
Kompetenzorientierung, die Integration von Future Skills sowie partizipative, co-kreative Formate sind daher zentrale Bestandteile.
Nachhaltigkeit, Demokratie, KI/Digital Skills
Zu Future Skills gibt es schon einige überfachliche Formate, die weiter ausgebaut werden sollen. Einen inhaltlichen Rahmen bilden dabei die drei Kernthemen Nachhaltigkeit, Demokratie und KI/Digital Skills. Beim Projektauftakt wurde die Frage diskutiert, welche Kompetenzen Studierende benötigen, um in diesen Feldern wirksam handeln zu können. Für das Gestalten von Demokratie sind Kompromissfähigkeit, Konfliktfähigkeit und überzeugendes Argumentieren ebenso wichtig wie Empathie und Resilienz.
Bei der Nachhaltigkeit zeigte sich die Vielfalt der damit verbundenen Aspekte: Neben Umwelt- und Diversity-Fragen sprachen die Teilnehmenden auch die Nachhaltigkeit wissenschaftlichen Arbeitens an. Der Tenor: Auch das nachhaltige Management von Wissen und Daten ist eine zentrale Kompetenz.
Arbeitsmarktrelevanz stand besonders im Fokus, als es um KI/Digital Skills ging. Studierende benötigen ein grundlegendes Verständnis von KI und anderen digitalen Tools und müssen deren Chancen und Risiken einschätzen können. Dazu gehört auch die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen, da sich der technische Wandel stetig beschleunigt.
Diskussion zu Zukunftskompetenzen
Mit Blick auf 27 grundlegende Zukunftskompetenzen stimmten alle darüber ab, welche sie als besonders wichtig einschätzen: Kritisches Denken, Resilienz, Digital Literacy und Kreativität wurden hervorgehoben. In der Diskussion wurde jedoch auch deutlich, dass es teilweise noch herausfordernd ist, solche eher abstrakten Konzepte auf konkrete Lehrsituationen zu übertragen. Dies liegt unter anderem daran, dass sich einzelne Kompetenzen überschneiden und nicht immer scharf voneinander abgrenzen lassen.
„Unser Projektteam nimmt aus der lebhaften und kritischen Diskussion viele wertvolle Hinweise mit“, sagt Prof. Dr. Axel Görlitz, der sich bei allen bedankt, die sich zum Auftakt eingebracht haben und alle Interessierten einlädt, sich weiter zu beteiligen. Der Austausch zu Future Skills wird in diesem Sommersemester fortgeführt und durch Feedback aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft ergänzt.