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Forschungsprojekt von Hannah Schildberg-Hörisch erhält DFG-Förderung
Wie entstehen nicht-kognitive Fähigkeiten in Kindheit und Jugend?

Geduld, Teamfähigkeit, Motivation: Diese sogenannten nicht-kognitiven Fähigkeiten werden auch auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger. Trotz ihrer enormen Bedeutung ist weitgehend unerforscht, wie nicht-kognitive Fähigkeiten in Kindheit und Jugend entstehen. Diese Lücke soll nun ein interdisziplinäres Projekt am Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) unter der Leitung von Volkswirtschaftlerin Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch schließen. Gefördert wird es für die kommenden drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit insgesamt 850.000 Euro.

Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch, Professorin für Volkswirtschaftslehre, insb. Verhaltensökonomie und empirische Wirtschaftsforschung (Foto: Ivo Mayr / HHU)

 

 

Geduld, Teamfähigkeit, Motivation: Diese sogenannten nicht-kognitiven Fähigkeiten werden auch auf dem Arbeitsmarkt immer wichtiger. Trotz ihrer enormen Bedeutung ist weitgehend unerforscht, wie nicht-kognitive Fähigkeiten in Kindheit und Jugend entstehen. Diese Lücke soll nun ein interdisziplinäres Projekt am Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) unter der Leitung von Volkswirtschaftlerin Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch schließen. Gefördert wird es für die kommenden drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit insgesamt 850.000 Euro.

Um herauszufinden, was die Entwicklung nicht-kognitiver Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen beeinflusst, und welche Bedeutung sie für Bildungsabschlüsse, beruflichen Erfolg oder Gesundheit haben, wird ein umfassender Paneldatensatz zu nicht-kognitiven Fähigkeiten ganzer Familien in Bangladesch aufgebaut.

„Methodisch vielfältig verwenden wir zur Messung incentivierte Experimente, etablierte Skalen und validierte Fragebogenmaße. Diese kombinieren wir mit kontrolliert randomisierten Experimenten. Nur so ist es möglich zu verstehen, welche Investitionen die Herausbildung dieser Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren entscheidend prägen“, erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch.

Dabei sollen sowohl die Investitionsentscheidungen der Eltern als auch die soziale Umgebung jenseits der Familie untersucht werden. „Mit der Corona-Krise beziehen wir zudem auch aktuelle Entwicklungen in unser Projekt ein“, sagt Schildberg-Hörisch. Diese dient als Beispiel für den Einfluss von sogenannten exogenen Schocks, also unvorhergesehenen Ereignissen, die sich gravierend auf Individuen und die Volkswirtschaft auswirken können, ohne durch sie beeinflusst werden zu können.

Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt. Die Volkswirtschaftlerin kooperiert dafür mit Forschern der Universität Sydney und des Bonner Max-Planck-Instituts für Erforschung von Gemeinschaftsgütern.

Die erwarteten neuen Einsichten des Projektes werden nicht nur die Grundlagenforschung zur Entstehung nicht-kognitiver Fähigkeiten entscheidend voranbringen, sondern auch Eltern, Lehrern und Politikern Hilfestellungen bieten, wie sie die Entwicklung positiver nicht-kognitiver Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen unterstützen können.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt hier.

Kontakt:
Prof. Dr. Hannah Schildberg-Hörisch
Professorin für Volkswirtschaftslehre, insb. Verhaltensökonomie
DICE

 

Überarbeitete Fassung der am 7. Januar eingestellten Meldung 'Neues Forschungsprojekt zur Bedeutung nicht-kognitiver Fähigkeiten'.

 

 

 

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Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen
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