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Heine Research Academies präsentieren pART of Research-Kalender 2021
Jubiläumskalender und -ausstellung zu fünf Jahren „Wissenschaft trifft Kunst“

Zum kleinen Jubiläum des „pART of Research“-Kalenderwettbewerbs der Heine Research Academies (HeRA) und der Koordinierungsstelle Diversity an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) eröffnet am 28. Oktober 2021 eine Ausstellung in der ULB und der neue 2021er-Kalender wird vorgestellt. Wieder sind zwölf Motive von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern zu sehen, die die ästhetischen Aspekte ihrer Forschung in den Vordergrund stellen. Die Kalender können kostenfrei bezogen werden.

„pART of Research“-Kalender 2021. (Bild: HHU / HeRA)

Vor sechs Jahren entstand die Idee, die wissenschaftliche Arbeit von Promovierenden und Postdocs der HHU öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Dabei sollten auch die künstlerischen Aspekte der Forschungsarbeiten in den Vordergrund gerückt werden. So wurde die Idee zum pART of Research Kalenderwettbewerb geboren.

In diesem Jahr zum fünften Mal waren Nachwuchswissenschaftler aller Fakultäten der HHU aufgerufen, ein Foto einzureichen. 1.400 Interessierte stimmten unter den 22 Einsendungen für ihre zwölf Favoriten, die nun den 2021er-Kalender zieren. Zusätzlich erzählen die Kreativen die Geschichte zu ihrem Bild.

Zur Feier des Jubiläums präsentieren die Macherinnen des Wettbewerbs um Dr. Uta Brunner von HeRA alle 60 Kalendermotive und auch die weiteren eingereichten Bilder – insgesamt 116 Blätter – der vergangenen fünf Jahre in einer Ausstellung im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek. Brunner: „Diese Bilder sagen mehr als 1000 Worte! Ich bin immer wieder von der Kreativität unserer Nachwuchsforscher und der Schönheit der Einsendungen fasziniert.“ Die Kalender selbst sind – solange der Vorrat reicht – kostenlos bei HeRA sowie der Koordinierungsstelle Diversity erhältlich.

Manchmal zeigen die Kalenderblätter Momente, bei denen etwas bei einem Experiment nicht ganz geglückt ist, was dann aber auf den zweiten Blick einen ganz besonderen optischen Reiz haben kann. Und auch die Coronaepandemie, die in der Forschung ebenfalls ihre Spuren hinterlassen hat, hat mehrere Bilder inspiriert.

So ist Marc-Sven Röll und Lennart Charton vom Institut für Biochemie der Pflanzen ein Fehler bei der Fluoreszenzmarkierung von pflanzlichem Gewebe unterlaufen, wie sie unter dem Motto „Misserfolg ist ein konstanter Begleiter der wissenschaftlichen Laborarbeit“ vorstellen. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das falsch markierte Gewebe sieht aus wie ein ‚Modern Art‘-Bild.

Auch ein hochästhetisches Missgeschick geschah Dr. Urte Schlüter, ebenfalls vom Institut für Biochemie der Pflanzen. Sie hatte den Trockenofen zu heiß eingestellt, alle Plastikteile darin waren geschmolzen und bildeten nun ein farbig schimmerndes, welliges Gebilde.

Philosophiedoktorandin Sara Ipakchis wurde durch den Toilettenpapiermangel während der ersten Wochen der Coronakrise zu einem Experiment inspiriert: Sind andere Papiertücher ähnlich geeignet wie klassisches Toilettenpapier? Ein über mehrere Wochen dauernder Vergleichsversuch zeigte: Nein! Und damit hat sie eine These widerlegt – passend zu ihrem Forschungsgebiet „Widerlegung“.

 

Öffnungszeiten der Ausstellung: 28. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021, ab 10:00 Uhr

Weitere Informationen.

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Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen, INTRANET News, Forschung News

Kalenderblatt August 2021: Marc-Sven Röll und Lennart Charton zeigen die Schönheit des Misserfolgs anhand falsch lokalisierter Fluoreszenzmarker in Pflanzengewebe. (Bild: HHU / Marc-Sven Röll, Lennart Charton)

Kalenderblatt Mai 2021: Bei Dr. Urte Schlüter sind nach einer Überhitzung im Trockenofen alle Plastikteile geschmolzen und zeigen nun ein beeindruckendes Farbspiel. (Bild: HHU / Urte Schlüter)

Kalenderblatt März 2021: Philosophiedoktorandin Sara Ipakchi machte während Coronazeiten ein Experiment: Sie wollte sehen, ob Toilettenpapier durch andere Papiertücher ersetzt werden kann. (Bild: HHU / Sara Ipakchi)

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