Herr Norbert Hüsson, Vorstandsvors. des Fördervereins, Vorstandsvors. der Stiftung sowie Geschäftsführer der Regenbogenland gGmbH und Frau Dr. Gisela Janßen, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie, Zusatzbezeichnung Palliativmedizin (UKD Düsseldorf, Kinderpalliativteam Sternenboot) begrüßten am 8. Juli 2026 die Stipendiatinnen und Stipendiaten herzlich und hießen sie im Hospiz willkommen.
Anschließend stellte das Pflege- und das Familienteam seine vielfältigen Aufgaben und seine wertvolle Arbeit vor. Dabei wurde deutlich, dass diese verantwortungsvolle Arbeit von einem großen, interdisziplinären Team getragen wird. Die Einblicke boten eine gute Grundlage für einen lebendigen und interessanten Austausch. Für die aufkommenden Fragen nahmen sich das Team und Frau Dr. Janßen viel Zeit und gingen kompetent und mit großer Offenheit darauf ein. Im Anschluss erhielten die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Gelegenheit, das Haus im Rahmen eines Rundgangs kennenzulernen – selbstverständlich nur in den Bereichen, in denen die Gäste des Hauses nicht gestört wurden.
Unser herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des Kinder- und Jugendhospizes Regenbogenland für die offenen Einblicke und die beeindruckende Arbeit, die tagtäglich mit großem Engagement und viel Menschlichkeit für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und ihre Familien geleistet wird.
Zwei Stipendiatinnen und Stipendiaten teilen ihrer Eindrücke vom Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland:
Luis Ph. B./Studiengang Medizin:
„Für mich war es das erste Treffen mit meinen Stiftenden im Rahmen des Deutschlandstipendiums und ich schätze es sehr, dass dadurch ein persönlicherer Kontakt zustande kommt. Die Einblicke in die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizes Regenbogenland fand ich sehr eindrücklich für mich als angehenden Kinderarzt sehr wertvoll. Insbesondere hat mir gefallen, dass wir den Aufenthalt der Gäste durch unsere Anwesenheit nicht gestört haben, und dabei trotzdem einen guten Einblick in die Arbeit vor Ort erhalten konnten. Auch dass trotz des straffen Zeitplans so viel Raum für unsere Fragen und Gedanken gelassen wurde und schwierige Themen sensibel besprochen wurden, hat mir gut gefallen. Vielen Dank für diese tolle Gelegenheit, das Deutschlandstipendium auch als Möglichkeit der ideellen Förderung zu nutzen!“
Anna Sch./Studiengang Psychologie, Bachelor:
„Am 08.07.26 hatte ich als Stipendiatin bereits zum dritten Mal die Möglichkeit, einen Einblick in den Alltag des Kinder- und Jugendhospizes Regenbogenland zu erhalten. Im Mittelpunkt standen diesmal die Arbeit des Familienteams sowie der Vortrag „Schwierige Gespräche oder das Lebensende?“. Beide Programmpunkte verdeutlichten eindrucksvoll, wie viel Fachkompetenz, Einfühlungsvermögen und Wertschätzung die tägliche Arbeit im Hospiz prägen.
Besonders beeindruckt hat mich die Vorstellung des Familienteams. Dabei wurde deutlich, dass im Regenbogenland stets der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Ziel ist es, den Gästen und ihren Familien ein würdevolles, selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen und sie in herausfordernden Situationen zu begleiten. Die vielfältigen Angebote – von Kunst-, Musik- und Tiertherapie bis hin zu den Besuchen der Kölner Clowns – schaffen eine Oase, an der nicht nur die Gäste, sondern auch ihre Angehörigen Kraft schöpfen und Momente der Entlastung erleben können.
Beim anschließenden Rundgang wurde spürbar, mit wie viel Herzlichkeit und Engagement das interdisziplinäre Team agiert und wie liebevoll das Hospiz gestaltet ist. Das Regenbogenland ist weit mehr als ein Ort der Begleitung am Lebensende – es ist ein Ort voller Wärme, Gemeinschaft und Lebensfreude. Jeder Tag wird so gestaltet, dass wertvolle Miteinander-Momente entstehen, die den Familien Halt und schöne Erinnerungen schenken.
Ich habe das Treffen mit großer Dankbarkeit und dem tiefen Gefühl der Erleichterung verlassen, dass es solche Institutionen und engagierten Menschen gibt. Es hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, diese Einrichtungen sichtbarer zu machen und ihre wertvolle Arbeit zu unterstützen. Vor allem nehme ich die Erkenntnis mit, dass Hospizarbeit nicht nur Abschied bedeutet, sondern vor allem Menschlichkeit, Zusammenhalt und das bewusste Gestalten gemeinsamer Zeit."