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Udo van Meeteren verstorben
Die Heinrich-Heine-Universität trauert um einen ihrer größten Förderer

Am 8. Januar 2024 verstarb Udo van Meeteren, Ehrensenator der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Der Stifter des Hauses der Universität am Schadowplatz im Zentrum Düsseldorfs war der HHU seit vielen Jahren als außergewöhnlich großzügiger Mäzen und Unterstützer verbunden.

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Der Ehrensenator der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Udo van Meeteren, der großzügige Förderer und Freund der Universität, ist am 8. Januar 2024 im Alter von 97 Jahren verstorben.

Rektorin Prof. Dr. Anja Steinbeck zeigt sich tief betroffen über den Tod des am 26. Mai 1926 in Mülheim an der Ruhr geborenen Ehrensenators: „Udo van Meeteren war einer der beeindruckendsten Menschen, die ich kennenlernen durfte. Mit ihm verliert die Universität nicht nur einen überaus großzügigen Förderer, sondern auch einen sehr guten Freund, der uns über viele Jahre mit Rat und Tat zur Seite stand. Wir alle sind ihm unendlich dankbar für sein stets weitsichtiges, auf die Bildung und Ausbildung besonders junger Menschen gerichtetes Engagement.“

Nach dem Abitur an einem Düsseldorfer Gymnasium studierte van Meeteren Maschinenbau und Bergbau in Aachen. Der Zweite Weltkrieg und die Kriegsgefangenschaft unterbrachen seinen weiteren Werdegang bis 1948. Nach Abschluss des Studiums trat van Meeteren in die Michel-Werke (heute Teil der RAG Aktiengesellschaft) ein. Es folgten weitere leitende Positionen in der Montanindustrie. Von 1959 bis 1980 war er Kommanditist des Bankhauses Trinkaus & Burkhardt.

1980 gründete er zum 100. Geburtstag seines Vaters die gemeinnützige „Stiftung van Meeteren“, die mit einem Stiftungsvermögen von 45 Millionen Euro kulturelle und soziale Ziele unterstützt. Gefördert wurden unter anderem die Düsseldorfer Tonhalle, das Glasmuseum, Schloss und Park Benrath und nicht zuletzt immer wieder besonders großzügig Wissenschaft und Forschung an der Düsseldorfer Universität.

Zu seinem 85. Geburtstag 2011 kaufte Udo van Meeteren der HHU mit dem Haus der Universität die lange erhoffte Repräsentanz in der Stadt. Es wurde 2013 eröffnet und setzt seitdem die Idee um, die HHU der Gesellschaft näherzubringen. Der Gedanke der HHU als Bürgeruniversität nahm hier seinen Anfang.

Inhaltlich schließt sich das von ihm ebenfalls mitinitiierte „Studium Universale" an, das einer Vielzahl von Studierenden die Möglichkeit gibt, Neues außerhalb des eigenen Fachs zu lernen. Vor wenigen Jahren ermöglichte er den deutschlandweit einzigartigen neuen Masterstudiengang „Kunstvermittlung und Kulturmanagement“.

Seit 2001 war er Träger des „Großen Ehrenrings der Stadt Düsseldorf“ und seit 2003 einer der Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf. Ebenso gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerstiftung. 2010 ernannte ihn die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Ehrenmitglied.

Anlässlich seines 95. Geburtstages im Jahr 2021 schenkte Udo van Meeteren der HHU 95 Deutschlandstipendien über eine Laufzeit von drei Jahren. Das Deutschlandstipendium an der HHU fördert Studierende aller Fachbereiche mit überdurchschnittlichen Leistungen. Bei dem Programm zur Unterstützung talentierter Studierender spielen private Förderer wie Udo van Meeteren die entscheidende Rolle.

In größter Dankbarkeit wird die Heinrich-Heine-Universität das Andenken dieses herausragenden Freundes der Universität und der Wissenschaft in Ehren halten.

Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen, Nachrufe
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Haus der Universität am Schadowplatz in Düsseldorf.

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